Josef Taus (links) in den späten 1960er Jahren mit dem damaligen Chef der Ersten österreichischen Spar-Casse Friedrich Adamek.

Dr. Josef Taus – der Vater der modernen Girozentrale

Es gibt viele Väter des modernen Sparkassengeschäftes. Kaum ein anderer hat dieses aber so geprägt wie Josef Taus.

Josef Taus (links) in den späten 1960er Jahren mit dem damaligen Chef der Ersten österreichischen Spar-Casse Friedrich Adamek.

Josef Taus (links) in den späten 1960er Jahren mit dem damaligen Chef der Ersten österreichischen Spar-Casse Friedrich Adamek.

Er wurde 1968 Generaldirektor der Girozentrale und machte in wenigen Jahren aus der eher verstaubten Industriebank ein modernes Institut, das neben der Spitzenfunktion für die Sparkassen viele neue Geschäftsfelder erschloss.

Er führte das Konsortialgeschäft mit den Sparkassen ein, das ihnen neue Möglichkeiten im Kommerzgeschäft eröffnete, und war maßgeblich an der Gründung des Allfinanzkonzerns beteiligt. So begann er mit dem Factoring, dem Leasing-, Investment- und Immobiliengeschäft.

: Josef Taus bei der Übergabe der Präsidentschaft 1991 an Rudolf Pieber aus Graz (links). Rechts der Generaldirektor der Zentralsparkasse Karl Vak und der Generalsekretär des Sparkassenverbandes Walter Finger.

: Josef Taus bei der Übergabe der Präsidentschaft 1991 an Rudolf Pieber aus Graz (links). Rechts der Generaldirektor der Zentralsparkasse Karl Vak und der Generalsekretär des Sparkassenverbandes Walter Finger.

Schließlich baute er ein internationales Bankennetzwerk auf, von dem auch die Sparkassen profitierten.  Taus ging 1975 als ÖVP-Vorsitzender in die Politik, kehrte aber 1989 bis 1991 als Präsident des Sparkassenverbandes in den Sektor zurück, wo er gerne eine neue Sektorstruktur geschaffen hätte.  Da war er aber weniger erfolgreich als in den Jahrzehnten zuvor als Chef der Girozentrale.