Die Ankündigung der Gründung der Girozentrale, damals noch Girovereinigung, im Jahr 1937

Die Macht der Zeitung

Am Ende des 19. Jahrhunderts war die Macht der Zeitungen noch ungleich größer als heute, soweit sie nicht einer Zensur unterlagen.

Im Sparkassensektor gab es seit 1879 die „Österreichisch-ungarische Sparkassenzeitung“, die die einzige Klammer über die vielen hundert Sparkassen in der Monarchie war. Sie vertrat nach außen hin die Sparkassenmeinung und beeinflusste diese maßgeblich.

Bis zur Gründung der Sparkassenverbände organisierte sie Sparkassentage und war die einzige Informationsquelle für die Institute. Die Sparkassen waren in dieser Zeit an mehr Zusammenarbeit auch nicht interessiert, so dass die Zeitung klagen konnte: „Die stolzen Sparkassenbarone, mit ihnen so manche Gemeindepaschas und andere, wachen mit Argusaugen darauf, dass ihr Zirkel nicht gestört werde. Lokale Sonderinteressen bilden ein gewaltiges Hindernis. Die Sparkassen fürchten, dass sie im Verband ein gewisses Maß an Selbständigkeit opfern müssen.“

Die Ankündigung der Gründung der Girozentrale, damals noch Girovereinigung, im Jahr 1937