Podiumsdiskussion

Sparkassentag 2014: Die Videos der Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion am Sparkassentag 2014, Wiener Hofburg, Großer Redoutensaal, 26.Mai 2014.

Moderation Peter Rabl

“Sparkassen und Österreich”

Es diskutieren Michael Spindelegger (Vizekanzler und Bundesminister für Finanzen), Rudolf Hundstorfer (Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz) und Michael Ikrath (Generalsekretär Österreichischer Sparkassenverband).

“Sparkassen als internationale Idee”

Es diskutieren Jörg Asmussen (Staatssekretär, dt. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, ehem. Mitglied EZB Direktorium) und Georg Fahrenschon (Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands).

“Sparkassen und die Bedrohung aus Europa”

Es diskutieren Alfred Gusenbauer (ehemaliger Bundeskanzler) und Alexander van der Bellen (ehem. Bundessprecher, Die Grünen)

Dr. Hans Greisinger war 1965 bis 1980 Verbandssekretär im Sparkassenverband und anschließend bis 1999 Vorstandsdirektor in Baden. Er gehörte zu jenen Herren, die Sparkassen-Entwicklungshilfe in Afrika leisteten.

Entwicklungshilfe des Sparkassenverbandes

Ein heute weitgehend in Vergessenheit geratene Aufgabe des Sparkassenverbandes im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit war die Entwicklungshilfe in Ländern der Dritten Welt.

Die Initiative ging vom Generaldirektor der Zentralsparkasse Dr. Neubauer beim Internationalen Sparkassen-Weltkongress 1963  in Wien aus. Der Sparkassenverband erarbeitete mit dem Innenministerium ein Unterstützungsmodell für diese Länder, das aber erst im Mai 1970 vom Internationalen Institut der Sparkassen in Zusammenarbeit mit der UNIDO umgesetzt werden konnte.

Dr. Hans Greisinger war 1965 bis 1980 Verbandssekretär im Sparkassenverband und anschließend bis 1999 Vorstandsdirektor in Baden. Er gehörte zu jenen Herren, die Sparkassen-Entwicklungshilfe in Afrika leisteten.

Dr. Hans Greisinger war 1965 bis 1980 Verbandssekretär im Sparkassenverband und anschließend bis 1999 Vorstandsdirektor in Baden. Er gehörte zu jenen Herren, die Sparkassen-Entwicklungshilfe in Afrika leisteten.

Einige Mitarbeiter des Sparkassenverbandes halfen in den folgenden Jahren in fünf ostafrikanischen Staaten, ein modernes Kreditwesen nach den Grundsätzen der europäischen Sparkassenorganisationen aufzubauen. Der spätere Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Baden Dr. Hans Greisinger war einer dieser Mitarbeiter und verbrachte einige Monate lang in Zambia und war maßgeblich 1972 an der Gründung der dortigen National Savings Bank beteiligt.

Das Internationale Institut der Sparkassen zählt heute noch nicht nur in Zambia, sondern auch in 30 anderen afrikanischen Ländern Sparkassenorganisationen zu seinen Mitgliedern

Josef Taus (links) in den späten 1960er Jahren mit dem damaligen Chef der Ersten österreichischen Spar-Casse Friedrich Adamek.

Dr. Josef Taus – der Vater der modernen Girozentrale

Es gibt viele Väter des modernen Sparkassengeschäftes. Kaum ein anderer hat dieses aber so geprägt wie Josef Taus.

Josef Taus (links) in den späten 1960er Jahren mit dem damaligen Chef der Ersten österreichischen Spar-Casse Friedrich Adamek.

Josef Taus (links) in den späten 1960er Jahren mit dem damaligen Chef der Ersten österreichischen Spar-Casse Friedrich Adamek.

Er wurde 1968 Generaldirektor der Girozentrale und machte in wenigen Jahren aus der eher verstaubten Industriebank ein modernes Institut, das neben der Spitzenfunktion für die Sparkassen viele neue Geschäftsfelder erschloss.

Er führte das Konsortialgeschäft mit den Sparkassen ein, das ihnen neue Möglichkeiten im Kommerzgeschäft eröffnete, und war maßgeblich an der Gründung des Allfinanzkonzerns beteiligt. So begann er mit dem Factoring, dem Leasing-, Investment- und Immobiliengeschäft.

: Josef Taus bei der Übergabe der Präsidentschaft 1991 an Rudolf Pieber aus Graz (links). Rechts der Generaldirektor der Zentralsparkasse Karl Vak und der Generalsekretär des Sparkassenverbandes Walter Finger.

: Josef Taus bei der Übergabe der Präsidentschaft 1991 an Rudolf Pieber aus Graz (links). Rechts der Generaldirektor der Zentralsparkasse Karl Vak und der Generalsekretär des Sparkassenverbandes Walter Finger.

Schließlich baute er ein internationales Bankennetzwerk auf, von dem auch die Sparkassen profitierten.  Taus ging 1975 als ÖVP-Vorsitzender in die Politik, kehrte aber 1989 bis 1991 als Präsident des Sparkassenverbandes in den Sektor zurück, wo er gerne eine neue Sektorstruktur geschaffen hätte.  Da war er aber weniger erfolgreich als in den Jahrzehnten zuvor als Chef der Girozentrale.

Daniel Silberbauer

Vorstände stellen sich vor: Vorstandsdirektor Daniel Silberbauer, MBA

Keine vergleichbare Errungenschaft der modernen Zeit hat größere Kreise gezogen als das Internet.

Daniel Silberbauer

Daniel Silberbauer

Durch das World Wide Web wurde nicht nur das Wirtschafts-, sondern auch das Kommunikationsverhalten stark beeinflusst. Während zu meiner Geburtsstunde die ersten Handys mit einem Gewicht von 800g und inflationsbereinigtem Wert von 9,7 TUSD (Anm. 8000X) die Weltneuheit darstellten, präsentierte zur gleichen Zeit Microsoft die neueste Benutzeroberfläche Windows 1.0.

Seit dem blieb kein Stein auf dem anderen und die Veränderung selbst stellt die einzige Konstante dar. Diese Flexibilität und Agilität gilt es im Geschäftsleben ebenso umzusetzen, denn es ist nicht nur unsere Aufgabe, sondern unsere Pflicht mit der Zeit zu gehen oder besser noch, vor der Zeit zu sein.

Daniel Silberbauer

Daniel Silberbauer

Ich selbst sehe auch meinen Arbeitsplatz nicht raumgebunden, sondern: Mein Büro ist, wo ich bin.

Die heutige Technologie verschafft uns eine Handlungsvielfalt die es zu nutzen und umzusetzen gilt.

Um näher und schneller am Kunden zu sein bedarf es auch entsprechende Einsatzbereitschaft seitens der Mitarbeiter und Kollegen. Wir sind im Sektor sehr fortschrittlich und müssen die vorhandenen Ressourcen so einsetzen, dass es sowohl einen Mehrwert für die Kunden als auch für die Mitarbeiter darstellt.

In Scheibbs leben wir Vorstände den Mitarbeitern diese Flexibilität und Bereitschaft zu Neuem vor und zeigen mit Freude und Engagement, dass wir trotz unserer Hausgröße dem Mitbewerber die (technologische) Stirn bieten können.

Vorstandsdirektor Mag.Alexander Proksch

Vorstände stellen sich vor: Vorstandsdirektor Mag. Alexander Proksch

Man kann von Glück sprechen, in einer der erfolgreichsten Sparkassen im Vorstand zu sein. Seit Oktober 2013 arbeite ich gemeinsam mit meinem Kollegen und unseren Mitarbeitern daran, diesen Vorsprung zu halten.

Die Kontinuität unserer Kundenbeziehungen sowie die persönliche Beratung sind dabei unsere Erfolgsfaktoren.
Durch die Innovationen der digitalen Welt wird die „Beziehung Kunde“ neu geordnet.

Vorstandsdirektor Mag.Alexander Proksch

Der Kunde kann wann, wo und wie er will unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Doch unsere Zweigestellen bleiben Ort der Begegnung und der Weg zur Kundenansprache. Beratung vom persönlichen Betreuer ist weiterhin wichtigster Kundenwunsch.

Wir werden beim Kunden erfolgreich sein, wenn auch wir und unsere Mitarbeiter die neuen Kanäle selbst zu nutzen.

Wir sehen die neuen Medien und Kanäle als Chance, immer das „modernste Banking“ zu bieten und so die Wünsche rund um Finanzierung, Vorsorge und Zahlungsverkehr schneller einfacher und direkter zu erfüllen.

Gleichzeitig versuchen wir aber auch weiterhin auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen um dem Kunden in der Region das für Ihn passende Produkt zu bieten. (Stichwort „Individuelles Banking für alle“).

Wichtig dabei ist die Kommunikation im Team und sowie die Offenheit gegenüber den laufenden Veränderungen und Herausforderungen. Dies ist nur mit gut ausgebildeten und engagierten Mitarbeitern möglich, die auch für die neuen Medien offen sind.

Vorstandsdirektor Jürgen Flicker

Vorstände stellen sich vor: Vorstandsdirektor Jürgen Flicker

Eine große Herausforderung in Zukunft wird sein, sich auf die veränderten Kundenbedürfnisse des 21. Jahrhunderts einzustellen. Die Nutzung der verschiedenen Vertriebswege wie Filiale, SB, Netbanking, Apps sowie eine kompetente und qualitativ hochwertige Beratung durch den persönlichen Betreuer zu koordinieren, wird die Basis einer erfolgreichen Sparkasse sein.

Vorstandsdirektor Jürgen Flicker

Als Sparkassengruppe müssen wir auf Innovation setzen, um uns so vom Mitbewerb abzuheben und unseren Kunden einen Mehrwert zu bieten.

Als kleine regionale Sparkasse ist uns die Nähe zum Kunden sehr wichtig. Unsere Mitarbeiter sind auch außerhalb der Arbeitszeit sehr stark in Vereinen engagiert und fördern dadurch die gute Kundenbeziehung.

Wir bemühen uns, Betreuerwechsel so weit als möglich zu vermeiden, um so eine langfristige Beziehung zwischen Kunden und Betreuern zu gewährleisten. Und durch kurze Wege und klare Strukturen können wir unseren Kunden rasche Entscheidungen bieten.

Dieser „klassische“ Vertriebsweg wird auch in Zeiten der Digitalisierung der entscheidende Faktor für Erfolg sein.