In den Jahren zwischen 1960 und 1990 gab es ein Dutzend Zeitschriften für alle Kundenzielgruppen, u. a. einige Jugendzeitschriften.

1819 – 1997: Die Sparkassen werben und informieren ihre Kunden

Die Kundeninformation gehörte in den 195 Jahren ihrer Geschichte zu den wichtigsten Aufgaben der Sparkassen.

Bereits bei ihrer Gründung wurde durch Inserate in den Zeitungen und in Aushängen die Adresse, die Öffnungszeiten, die Angebote und die Zinssätze bekanntgegeben. Bis in die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg informierte man Kunden weiterhin durch amtliche Mitteilungen, Kundmachungen und gelegentliche Inserate, wenn es wichtige Veränderungen in der Geschäftsabwicklung gab.

Das Weltspartagsplakat 1925 war die erste gemeinsame (friedliche) Werbeaktion der Sparkassen.

Das Weltspartagsplakat 1925 war die erste gemeinsame (friedliche) Werbeaktion der Sparkassen.

Der erste Weltspartag des Jahres 1925 war – von den Kriegsanleihen abgesehen –  der erste Anlass für eine umfangreiche Werbe- bzw. (wie man damals sagte) Propagandakampagne für die Notwendigkeit der Spargesinnung.

In der Zweiten Republik gab es durch die zunehmende Konkurrenzsituation in der Kreditwirtschaft und die neuen Produkte ein völliges Umdenken. 1952 wurde der Sparkassenverlag gegründet, womit Werbung und Information einen wesentlich höheren Stellenwert erhielten.

Langsam entdeckte man die eigenen Schaufenster, die Werbeflächen in den Eisenbahnzügen, Autobussen und Straßenbahnen, das Radio sowie das Vorprogramm in den  Kinos für Informationen und Werbungen. Es gab aber innerhalb des Sparkassensektors noch immer heftige Diskussionen, ob Werbung für Sparkassendienstleistungen überhaupt notwendig sei.

Einer der ersten Versuche für eine Schaufenster Werbung – Allgemeine Sparkasse Linz 1964

Einer der ersten Versuche für eine Schaufenster Werbung – Allgemeine Sparkasse Linz 1964

Erst in den 1970er Jahren setzte sich langsam eine gemeinsame sektorale Werbe- und Informationslinie durch, die größeren Institute gingen jedoch bis 2000 meist eigene Wege.

Seitens der Zentralstellen gab ein Dutzend Kundenzeitungen für unterschiedliche Zielgruppen, Informationsbroschüren, Anbote für Incentives und umfangreiche Plakatserien.

Es wurden Slogans entwickelt, deren bekanntester „Wir wissen wie der Hase läuft“ war. Mit dem Fernsehen gab es ein neues Medium, das aber anfangs mehr für Jugend-Informationssendungen im Rahmen des Schulfernsehens und erst ab den späten 1980er Jahren auch für Werbung verwendet wurde.

1986 wurden die ersten Informationsterminals in den Selbstbedienungszonen aufgestellt, die die erste zeitungebundene Alternative zur Beratung in den Kassenräumen während der Öffnungszeiten waren.

Das erste Werbeplakat für das netbanking.

Das erste Werbeplakat für das netbanking.

Ein weiterer Meilenstein wurde ab Mitte der 1990er Jahre die Nutzung des Internets. Am Weltspartag 1996 wurde die erste Homepage www.sparkasse.at eingerichtet.

Ein Jahr später starteten das netbanking und das Telefon-Banking, womit der Heim-PC und das Handy auch als weitere Informationsquellen genutzt werden konnten.